Backend TYPO3 über dem Backend von Wordpress

Weshalb ich neben TYPO3 auch WordPress anbiete

TYPO3 ist vor allem im deutschsprachigen Raum ein sehr verbreitetes Content-Management-System (CMS). Kleine Vereine, Einzelunternehmen, vor allem aber große Firmen oder öffentliche Einrichtungen setzen auf das freie System, dass inzwischen in Version 7.6 mit Longtime-Support ausgeliefert wird (Version 8 ist seit März 2016 verfügbar). Weltweit sind es geschätzt 500.000 Seiten auf TYPO3-Basis.

Doch auch WordPress ist seit einigen Jahren eine ernste Alternative für professionelle Kundenseiten. Eine problemlose Installation, zahlreiche (auf Anhieb funktionierende) Plugins und zahllose Themes für ein erstklassiges, auch mobiles responsive Design halten dabei die Erstellungskosten niedrig. Und das sage ich, als TYPO3-Dienstleister seit Anbeginn der Zeit.

Denn vor wenigen Jahren war WordPress keine Alternative für mich. Sicher ist das extrem verbreitete Blogsystem für den unbedarften Seitenbetreiber einfacher installiert und eingerichtet – aber es war eben auch nur ein Blogsystem. Schön für’s schnelle Veröffentlichen aber nicht für mehr. Doch das etwa 75 Millionen Webseiten mit WordPress erstellt wurden liegt sicher nicht nur an den vielen Gelegenheitsbloggern in der Welt.

TYPO3 ist kein Plug&Play-System

In TYPO3 hat man ja als Entwickler seine vorbereiteten Standards, so dass einfache Seiten fast so rasch wie mit einem Baukasten erstellt werden können. Dennoch verschlingt die individuelle Anpassung an Kundenwünsche, vor allem die Konfiguration der Extensions, jede Menge Zeit. Nach den größeren Updatesprüngen der letzten Jahre sind zudem längst nicht alle gern verwendeten Erweiterungen auf dem neuesten Stand, so dass dies dann extra Anpassungszeit bedeutet.

Standardlösungen (Formulare, Buchungssysteme oder die datenschutzkonforme Social-Mediaeinbindung Shariff) sind bei WordPress viel schneller und meist gebrauchsfertig implementiert, Themes (also das Erscheinungsbild der Seite) leicht ausgetauscht und angepasst und als Entwickler kann ich mich auf die Inhalte und Suchmaschinenoptimierung konzentrieren.

Zudem bietet WordPress eine gute Unterstützung der Suchmaschinenoptimierung bereits bei der Erstellung von Beiträgen. Auch der Aufbau der Seitenstruktur und andere Faktoren, die der Kundenseite nach oben verhelfen sind hier leichter und kontrollierbarer einzurichten.

Für TYPO3 bleiben genug Gründe: Gerade Seiten mit großem Content, einer komplexeren Nachrichtenverwaltung, Seiten mit hohen Zugriffszahlen – vor allem aber alle Seiten, die eigene Programmierungen für Kundenanwendungen erfordern werde ich selbstverständlich von vorneherein auf TYPO3 aufbauen. Durch das Extbase-Framework stehen diese Erweiterungen auf einer stabilen Grundlage und bleiben gut pflegbar.

Fazit:

Die unterschiedlichen Nutzerzahlen sind beeindruckend – aber so aussagearm wie der Vergleich zwischen einem Multifunktionstransporter (der hohe Fahrkenntnisse erfordert) und dem Heer der chinesischen Fahrräder. Um im Bild zu bleiben hat sich das WordPress-Radl aber längst zu einer brauchbaren Rikscha entwickelt, mit der man kleine Lasten unkomplizierter (und preiswerter) meistern kann.

 

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